Wir bauen künstliche Intelligenz, weil sie uns leistungsfähiger macht. Und gleichzeitig wächst die Sorge, dass sie uns irgendwann über den Kopf wachsen könnte. Das klingt widersprüchlich – ist es aber vielleicht gar nicht. Denn hinter der diffusen Angst vor KI stecken sehr unterschiedliche Gefahren: mächtige neue Werkzeuge, gesellschaftliche Veränderungen und die Möglichkeit eines Kontrollverlusts. Und dahinter lauert ein ziemlich altes Menschheitsproblem: Was für den Einzelnen vernünftig ist, kann für alle zusammen ziemlich bescheuert sein.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber reden, ob Maschinen irgendwann wie Menschen werden – und mehr darüber, was aus Menschen wird, wenn Maschinen Möglichkeiten ihrer Erfinder vervielfachen.