29. Mai 2026

Das Universum ist nicht geistlos

Physik galt für mich lange als eine Mischung aus Formeln, Fremdwörtern und schulischen Traumata. Dann kam Gerd Ganteför. Und plötzlich denke ich über Quantenphysik, Entropie, Information und die Möglichkeit nach, dass das Universum vielleicht intelligenter und fremder ist, als unsere Weltbilder erlauben. Dieser Text ist keine Buchrezension. Eher ein staunender Spaziergang eines Nichtphysikers durch die großen Fragen nach Wirklichkeit, Bewusstsein, Zweifel und den Grenzen menschlicher Erkenntnis. Zwischen Gott mit Rauschebart und kosmischer Dampfmaschine eröffnet sich ein faszinierender Denkraum — philosophisch, humorvoll und manchmal existenziell verunsichernd.
Oder kurz gesagt:
Ein Physiker bringt einen Organisationsberater dazu, freiwillig über Quantenphysik nachzudenken. Das allein ist schon bemerkenswert.

5. Mai 2026

Wenn Haltung verschwindet und genau dadurch wirkt

Medien stehen unter Druck: Aufmerksamkeit schlägt Einordnung, Zuspitzung schlägt Differenz. Soweit bekannt. Weniger sichtbar sind neue Formate, die auf Einordnung ganz verzichten. Daraus genau ziehen sie ihre Wirkung. Sie geben Raum, stellen Fragen, wirken neutral, sie sind es aber nicht. Denn auch ohne Widerspruch wird ausgewählt, gerahmt und verstärkt.
So entsteht eine neue Form von Einfluss: Haltung, tarnt sich als Abwesenheit von Haltung. Die Folge: Nicht allein Medien, wir selbst tragen immer mehr Verantwortung für den Diskurs. Demokratie lebt davon, dass wir miteinander sprechen, nicht nur beobachten.

29. März 2026

Der freie Platz

Ein Blick in einen Zug in Lissabon: Menschen unterschiedlichster Herkunft sitzen selbstverständlich nebeneinander. Kein Zögern, kein Einordnen – einfach Alltag.
Warum fühlt sich dieses Nebeneinander so entspannt an? Und was sagt das über unseren eigenen Umgang mit Vielfalt?
Eine leise Beobachtung über Nähe, Gewohnheit – und den freien Platz neben uns.

18. Februar 2026

Existenz bitte nachweisen – maximal 10 MB

Ich musste neulich beweisen, dass es mich gibt. Nicht philosophisch, sondern per Upload. Mein Leben: 18 MB. Erlaubt: 10 MB.
Eine kleine Satire über digitale Existenz, analoge Bürokratie und die Frage, wie viel Mensch in eine Datei passt.

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