26. Dezember 2020

Galoppierender Zorn

Ich bin zornig auf uns alle! Vor allem auf unheilige Allianzen von Dummheit, Unfähigkeit und Unwissen. Dabei unterscheide ich sehr wohl zwischen Dingen, die wir demütig wirklich (noch) nicht wissen und Irrtümern, zwischen Gefühlen und Argumenten, zwischen Angst und der fahrlässigen Verbreitung von Falschinformationen, aus dem Zusammenhang gerissener Zitate, der Stimmungsmache durch aufbauschend verbreitete Informationsschnipsel. Ein jedes mag seinen Platz haben, aber auch seine Grenzen.

15. Dezember 2020

Wir haben es vergeigt!

Ganz ehrlich, ich bin fassungslos. Nein, nicht wegen des Scheiterns. So schlimm das ist, insbesondere für unmittelbar Betroffene. Scheitern gehört in komplexen Umfeldern zur Normalität. Damit müssen wir rechnen, es lässt sich nicht vermeiden. Ich habe in diesem Blog viel darüber geschrieben. Was mich wirklich aufregt ist, wie wir gescheitert sind. Wir sind nicht nur gescheitert, wir haben es richtig vergeigt. Wir kriegen im Moment täglich vor Augen geführt, wie wenig wir wirklich über die Pandemie-Situation wissen. Bekanntes wird von Unwissenden zu Tode debattiert, die wirklich wichtigen Fragen gehen unter, sie werden aus Angst vor medialen oder tätlichen Angriffen verschwiegen oder auf dem Altar des Populismus geopfert. Ich muss hier mal Dampf ablassen.

4. November 2020

Rumeiern

Wer rumeiert, kriegt dafür keine Komlimente. Doch was ist eigentlich rumeiern? Wovon müssen wir es unterscheiden? Braucht es die klare Linie? Wenn man nicht so genau weiß, eiert man dann schon rum? Unsere tägliche Pandemie ist ein nützlicher Anstoß darüber nachzudenken. Aber die Gedanken weisen reichen weit über den Anlass hinaus. Die gute alte Welt aus Regeln, Prozessen und Verfahrensanweisungen reicht jedenfalls nicht mehr aus. Jeder, der im Angesicht der Ungewissheit eine klare Strategie einfordert betreibt Augenwischerei und trägt dazu bei, Entscheidungsträger in zu erwartende Versprechen und Entscheidungen zu treiben, die sich hinterher als falsch herausstellen. So beginnen wir einen Kreislauf, der sozialen Konsens erodieren lässt. Wir müssen lernen zu unterscheiden …….

6. Oktober 2020

Immer neugierig bleiben!

Skeptiker halten alles für möglich. Aber sie zweifeln lieber anstatt einfach zu glauben. Ich habe diese Botschaft schon als Kind mit spielerischem Ernst erfahren müssen. Das lässt mich heute Neugierde und kritische Beobachtung, wissenschaftliche Denkmodelle schätzen. Die Renaissance der Fake-News betrachte ich mit größter Sorge, untergraben sie doch die Fundamente unseres Aufstiegs aus der Dunkelheit des Mittelalters. Vielleicht bring ja die Erkenntnis über die jahrhundertelangen Mühen unserer Evolutionsgeschichte zum Nachdenken. Bei mir hat es nicht so lange gedauert, aber ich musste ja auch nicht bei Null anfangen.

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