HRexit – Kontrovers aber nicht gespalten

Vor der Bühne: Monika Burg, Martin Lennartz, Alexander Teschke und Andreas Selck

Das war er nun, der HRexit. Tolle Veranstaltung, sehr gelungen, auch an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an alle, die dabei waren, mitdiskutiert, eine aktive Rolle übernommen und zum Teil etliche Kilometer zu uns zurückgelegt haben.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten wir eine Expertenrunde mit Monika Burg, Andreas Selck und Alexander Teschke vor der Bühne und Simone Gilau, Susanne Hilse, Benno Löffler und Jendrik Adomeit auf zwei Sofas. Die Runde vor der Bühne musste zum Einheizen drei Provokationen kommentieren.

Die Erste: Dekonstruieren wir die klassische Personalarbeit finden wir unter Hochglanzlack ein unzeitgemäßes Menschenbild: Auswahl und Entwicklung von Personal durch Andere: Fremdbestimmtheit, anmaßende Arroganz, Infantilisierung und Übergriffigkeit schwingen da mit. Sind Mitarbeiter und Führungskräfte Kunden, Zielgruppe oder Opfer bestenfalls gut gemeinter Maßnahmen?

Die Zweite: HR ist die Individualisierung struktureller Schieflagen. Probleme sind meistens Probleme der Wertschöpfungsstrukturen in Unternehmen. Die HR bekommt den Spagat zwischen persönlicher Sozialhygiene und den Wertschöpfung nicht in den Griff, kuriert an den Menschen herum, in anderen Bereichen ist sie kein akzeptierter Gesprächspartner. Die Wirkung von HR hat daher mehr mit

Sessions Inddor.

Zwangsmaßnahmen zur Anpassung als mit offenem Lernen in Wertschöpfungsstrukturen zu tun.

Und die Dritte: Was bleibt eigentlich in Zukunft für die HR? Sie gerät von zwei Seiten unter Druck. Da sind einmal die Prozessfanatiker, die glauben mit Unterstützung der sogenannten KI jetzt richtig Menschen durchschauen und die perfekte prozessuale Abwicklung der Personalarbeit gefunden zu haben. Auf der anderen Seite findet immer mehr arbeitsbezogenes Lernen statt, Selbstbestimmung „agiler Teams“, Dezentralisierung der Entwicklungsverantwortung statt. Was nun, HR?

Provokationen gelungen, es entspann sich eine hochwertige Debatte mit viel Pfeffer kontroverser Ansichten, die im Anschluss durch die vier „Sofapartner“ verstärt wurden, die Sichtweisen von vor der Bühne ergänzten und kritisch kommentierten.

Soweit der Impulsteil, danach gab es mehr als 10 Sessions indoor und outdoor in großartiger Umgebung bei fantastischem Wetter, in denen Inhalte vertieft, Neues angestoßen und aber auch wirklich alles kritisch reflektiert wurde.

 

Sessions Outddor.

Mit einigen unserer Impulsgeber hatte ich noch Gelegeheit für ein kurzes Video, zu sehen hier. Das mit Benno Löffler habe ich hier aus Bescheidenheit ausgewählt, weil er mir ein so nettes Kompliment macht.

Mehr schreibe ich dazu nicht. Dabei hättet Ihr sein sollen. War ein großartiger Tag.

 

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