Impulse

Existenz bitte nachweisen – maximal 10 MB

Ich musste neulich beweisen, dass es mich gibt. Nicht philosophisch, sondern per Upload. Mein Leben: 18 MB. Erlaubt: 10 MB.
Eine kleine Satire über digitale Existenz, analoge Bürokratie und die Frage, wie viel Mensch in eine Datei passt.

„Alois, sag was!“ – Ein Zwischenruf zur Rückkehr ökonomischer Vernunft

Was haben Matratzen, Generationengerechtigkeit und ein vergessenes Schlagercover gemeinsam? Hier werden die gängigen Mythen über Staatsverschuldung auseinandergenommen – mit Humor, ökonomischem Tiefgang und einem beherzten Gruß an meinen alten VWL-Professor Alois. Was als Science Slam begann, wird zur Einladung, Wirtschaft neu zu denken: Nicht als Sparkassen-Broschüre, sondern als Werkzeug für Zukunftsgestaltung. Schulden sind keine Sünde – Stillstand schon.

„Martin, fahr den Trekker vor.“ Neues von der Landpomeranze.

Er brummt, er zieht, er rettet den Alltag: Der Trekker ist das heimliche Rückgrat des Landlebens. In dieser neuen Folge der Landpomeranzengeschichten geht es um Schneemassen, Schlittengaudi, Sommertransporte – und um die stille Sehnsucht nach einem Gefährt, das mehr kann als hupen. Eine kleine Hommage an den Diesel unter den Dorfhelden.

Gehen. Trotz allem.

Ein Besuch der Giacometti-Ausstellung in Bremen wird zum Resonanzraum: Nicht die Werke allein berühren, sondern das, was zwischen ihnen und mir entsteht. Der Künstler als Seismograf des Daseins, die Natur als Ursprung und Maßstab – und der Mensch: gehend, trotz allem.
Ein Text über Figuren, Herkunft, Reduktion – und die Frage, was es heute heißt, aufrecht zu gehen.

Der Nachtzug aus Lissabon fällt aus.

Eine poetisch geplante Rückreise von Lissabon über Madrid und Paris endet im dichten Geflecht europäischer Bahnrealitäten.
Zwischen Nachtzugromantik und Streckenchaos erlebe ich, warum klimafreundliches Reisen oft am System scheitert – und der Nachtzug nach (oder aus) Lissabon nur in der Literatur abfährt.

Intuition und Systemwissen ergänzen sich!

Zwischen Bauchgefühl und Bürokratie: Meine Lektüre über den Disput zwischen Gigerenzer und Kahneman, da fällt mir ein gerade erhaltenes Schreiben der Notarin in perfektem Juristendeutsch ein. Ich denke spontan an eine Welt mit Unwucht, Bierdeckel und die philosophischen Grundlagen des Alltags. Eine kleine Geschichte über Intuition, Heuristik, Systemgrenzen und die kluge Entscheidung, Unterscheidungen ernst zu nehmen. Nicht immer, aber immer im richtigen Kontext.

Landpomeranze: Gegenwind – Eine metaphysische Konstante

Warum weht der Wind beim Radfahren auf dem Land immer von vorn – selbst auf dem Rückweg? In der neuen Folge der Landpomeranzenserie begegne ich diesem Phänomen weniger mit meteorologischer Expertise, sondern mit stillem Widerstand, freundlicher Resignation und einem Lächeln für Holger, den Wind. Eine kleine Hommage an den Luftstrom des Lebens – und an das Heimkommen, das sich immer lohnt.

Hart, aber fair. Führungsgrundsatz oder gut erzählte Illusion?

„Hart, aber fair“ , was bedeutet das eigentlich eigentlich in Führungsrollen? Der Beitrag zeigt, warum Fairness in Organisationen weniger eine moralische Kategorie ist als ein ständig neu zu führender Aushandlungsprozess. Führungskräfte entscheiden ohne Schiedsrichter, jede Entscheidung erzeugt Zumutungen. Ich plädiere dafür, Fairness nicht als Haltung, sondern als Beziehungsgeschehen zu verstehen: klar in der Sache, nah am Kontakt, und mit der Bereitschaft, unvermeidliche Spannungen professionell zu gestalten. Eine provokante Einladung, Führung jenseits moralischer Beruhigungsformeln neu zu denken.

Merz irrt. Kein Problem, sofern er es zugibt!

Strukturelle Krise, politische Lautstärke, aber kein Raum für Irrtum: Als mitdenkender Bürger beobachte ich die wirtschaftliche Lage und stelle fest: Kanzler Friedrich Merz regiert mit Attacke statt Einsicht – und ignoriert, dass aus Irrtümern gelernt werden muss. Robert Habeck, oft belächelt, hatte an zentralen Stellen recht – doch statt einer politischen Kultur des Dazulernens erleben wir Rechthaberei und Polarisierung. Dieser Text ist ein Appell an alle, die sich mehr Souveränität und Reife in der Führung wünschen: Nicht Stärke schafft Vertrauen – sondern die Fähigkeit zur Korrektur.