Martins Gedankenskizzen: Zeitreise in die Gegenwart

Höchste Zeit mal wieder für eine Gedankenskizze. Diesmal im Dialog mit Ferdi, wir hatten nämlich an das Gleiche gedacht. Daher heute eine Dialog-Gedankenskizze, die Pottakademie sozusagen im Dialog mit sich selbst. Eine schöne Idee, eigentlich.

Also mal kurz mal eben folgendes:

Immer wieder was Besonderes, so alte Industriekultur. Irgendwie zieht sie einen in den Bann, auch wenn sie längst verblüht ist und ein Strukturwandel nach dem anderen über sie hinweggezogen ist. Die Pottakademie, Ferdi und ich, waren mit einer Arbeitsgruppe zum Thema moderne Unternehmensführung zu einem Heimspiel in der Zeche Zollern in Dortmund. Ein besonders schönes Stück Industriekultur und Geschichte. War wie gewohnt eine großartige Veranstaltung.

Ein Highlight war für uns der Rundgang mit den Teilnehmern durch die sehenswerte alte Maschinenhalle. Unsere Nachdenk- und Reflexionsaufgabe an uns und alle beim schweigsamen Rundgang: Was würdet Ihr aus der Blütezeit der heutigen Industriedenkmäler gerne in die heutige Zeit mitnehmen. Was würde Eure Arbeit und Zusammenarbeit bereichern? Was ist verloren gegangen, von dem wir heute mehr gebrauchen könnten.

Sehr nachdenkenswert die Antworten unserer Gäste. Die kreisten vor allem um das Bewusstsein für die Arbeit der anderen, die unmittelbar spürbare gegenseitige Abhängigkeit, die überlebenswichtige klare, direkte und schnörkellose Kommunikation untereinander, keine taktischen Spielchen, jeder wusste was ambach und wo sein Platz bei der Arbeit, in der Gruppe war. Keine Zeit und kein Platz für Silogehabe und „Ethnozentrismus“! Die Reflexionen unserer Gäste haben uns zu dieser Dialog-Gedankenskizze genötigt.

Müsster mal drüber nachdenken. Lohnt sich.

Ach ja, was aus unfreiwilliger Komik so entstehen kann. Beim ersten Mal war es ja noch ein Irrtum, die mangelnde Synchronität unseres abschließenden „Glück auf“ (siehe hier). Inzwischen entdecken wir spontan und ungeplant die Möglichkeiten, die Irriges so in sich birgt. Wir dürfen weiter gespannt sein.

Glück auf.

Das Gesicht der Industriekultur im Pott.

 

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