Komm rein …

….. und lass uns Geschichten erzählen.

Ich koch uns einen Café, gehört sich so für einen guten Gastgeber. Okay, ich mag selbst auch gerne einen, ist also nicht nur altruistisch. Am 14. April in der Schwanenburg in Hannover ist es dann so weit (Einzelheiten und Anmeldung hier):Unser nächstes Event, von intrinsify.me, dem Netzwerk für die Arbeitswelt von morgen und moderne Unternehmensführung. Ja, ich bin dabei, bin eines der Gesichter von Intrinsify, und Gastgeber dieser Veranstaltung.

Warum ich mich bei Intrinsify engagiere? Weil ich mein eigenes Gerede über Komplexität und den Umgang damit ernst nehme. Ich bewege mich ständig in unbekanntem und überraschendem Terrain. Komplexe Systeme bestehen aus den Interaktionen ihrer Teile. Willst Du mehr über das System und seine Teile verstehen, musst Du mit ihm interagieren. Genau das machen wir. Nicht, weil wir irgendwas besser wissen, das zu glauben wäre ideologisch und eine törichte Scheuklappe. Wir pflegen den Diskurs, wir suchen Dissens, um Grenzen zu entdecken, um den bestmöglichen Schritt zu ihrer Überwindung zu finden (ich nenn das „adjacent possible“, siehe hier).

Bei intrinsify finde ich viele Freunde, Kollegen, Mitsuchende und andere Interessierte, die wie ich ohne ideolgische Barrieren Austausch suchen, um besser zu werden, um Orientierung zu finden. Das hohe Niveau unserer Arbeit hilft im Land der unübersichtlichen Möglichkeiten einen gangbaren Weg zu finden, für sich neue Qualität und Wege zu entdecken. Intrinsify ist eine großartige Plattform, das Niveau, die Zusammenarbeit im Team und in der Öffentlichkeit ist anziehend. Das zu erleben, dazu lade ich gerne und überzeugt ein. Du bist willkommen, es mit uns zu probieren, siehe oben.

Der Grundmodus unserer Events ist offen, Hauptprogramm sind die Teilnehmer selbst. Ein Barcamp, eine Unkonferenz: Jeder bringt mit, was ihn bewegt, kann zuhören, interessante Menschen treffen, sich vernetzen oder selbst eine eigene Session anbieten. Wir sorgen für die Location und das nötige Drumherum. Dazu gehört dieses Mal ein Leitthema, ein interessanter Gast.

„Nur eins wird besser, die Moral wird schlechter“ war einer meiner bevorzugten Sprüche in bewegter Sturm-und-Drang-Zeit. Daraus kann man schließen, das Moral eben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. Jeder hat seine, die anderen auch. Moral hilft, zwischen gut und böse zu unterscheiden, Moral gibt Messlatte. Soweit ihre gute Seite. Zum Kotzen wird Moral allerdings, wenn wir die unsere zum Naturgesetz erklären und anderen als Maßstab vor die Nase halten. Dann wünscht man sie zum Teufel, aber natürlich nur die der anderen. Moral ist immer anders. Aber stets lästig.

Unser Gast und Keynote-Speaker auf dem Event ist Experte für Moral. Er beschäftigt sich berufsmäßig mit ihren Wegen und Abwegen. Er ist Strafverteidiger, hat in schwarzer Robe schon manch schweren Jungen (Mädchen bestimmt auch, damit es hier gendermäßig korrekt zugeht!) vor Gericht verteidigt und in Gesprächen mit seinen Kunden in zahlreiche Abgründe geschaut. Das hat ihn dazu gebracht, darüber nachzudenken: Wie kommt man eigentlich auf die schiefe Bahn? Ich verspreche: Dr. Erkan Altun hat einiges zu sagen, er ist ein interessanter Mensch und eine Persönlichkeit, für die sich ein offenes Ohr lohnt, mit der ein Diskurs echt was bringt.

Moral ist ein Thema für jeden von uns. Auch für die Wirtschaft, wir müssen gar nicht bis zu Korruption, Fälschung, Skrupellosigkeit denken. Doch wo fängt das an? Haben wir nicht alle unsere kleinen Sünden? Steckt etwa in jeden von uns eine dunkle Seite? Oder doch nur bei den anderen? Darüber werden wir Geschichten hören und erzählen.

Genug der Worte, also einfach kommen. Eine Einladung schlägt man nicht einfach so aus ………

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