konstruktiver Irritierer

Was knarzt denn da in Land und Flur?

Stille auf dem Land? Von wegen. Zwischen Flexmaschine und Rasenmäher spielt sich hier ein ganz eigenes akustisches Schauspiel ab. In der neuesten Folge der Landpomeranzen-Serie lausche ich den Geräuschen der Nachbarschaft – vom Knattern der Motorsäge bis zum Flirt der Laubbläser. Ein Text über Lärm, Leben und die Kunst des Zuhörens in ländlicher Umgebung.

Ist Unsinn besser als Ahnungslosigkeit?

Wir kritisieren KI dafür, dass sie halluziniert – dabei ist sie nur ein Spiegel unseres eigenen Verhaltens. Auch wir tun so, als wüssten wir mehr, als wir wissen. Schein-Sicherheit ist gefährlich, ehrliche Unsicherheit dagegen eine Ressource: Sie eröffnet Dialogräume, schafft Vertrauen und bringt uns näher an die Wahrheit.

Verurteilung oder Verklärung? Warum wir klar trennen müssen!

Politisch motivierter Mord ist immer verabscheuungswürdig – und doch darf er nicht dazu führen, die Ansichten des Opfers nachträglich zu adeln. Demokratie lebt davon, Gegensätze auszuhalten: Gewalt kompromisslos verurteilen, ohne falsche Helden zu schaffen. Nur so bleibt Diskurs möglich.

Landpomeranze und PayPal-Hühner – Neues aus dem Federvieh-Universum

Unsere Hühner bekommen jetzt Leckerli aus dem Automaten – gegen Münzeinwurf. Was früher Kaugummi war, sind heute gesottene Würmer. Doch wer bedient hier eigentlich wen? In dieser Fortsetzung der Hühnergeschichte geht es um Automaten, absurde Alltagstechnik und eine stille Ahnung: Vielleicht sind wir längst Teil eines raffiniert geführten Geflügel-Businessplans.

Landpomeranze: Vom Stahlross zum Stromrad

Was passiert, wenn ein städtischer Fahrradpurist aufs Land zieht, der Wind immer von vorn kommt und das Dinkelmehl sieben Kilometer entfernt liegt?
In der dritten Folge meiner Serie „Anleitung zur Landpomeranze“ erzähle ich, warum ausgerechnet ein E-Bike zum Symbol meines inneren Perspektivwechsels wurde – samt mechanikverliebtem Fahrradhändler und überraschender Erkenntnis.

Überzeugungen und Irrtümer – Was uns wirklich trägt

Ich denke über eine Frage nach, die mir in einer Doku über Peter Thiel begegnet ist: „Was ist das, woran du glaubst – woran niemand sonst glaubt?“
Meine Antwort führt mich zu den großen Irrtümern unserer Zeit: dem Glaube an die Überlegenheit von Kontrolle, Effizienz und technischer Rationalität über Beziehung, Menschlichkeit und soziale Verbundenheit.
Nicht Stärke, sondern Verbindung bringt Überlebensvorteile – damals wie heute. Es ist Zeit, unser Verständnis von „Führung“ neu zu denken: weg vom dominanten Ich, hin zum tragenden Wir.

Landpomeranze trifft Hühner-Start-Up

Die Hühner meiner Nachbarn haben ein PayPal-Konto. Und ich frage mich: Was mache ich eigentlich mit meinem Leben? Ich habe keine Hühner. Aber mein Nachbar hat welche – und die führen ein besser organisiertes Leben als so manches Projektteam. Sie liefern Eier, rund um die Uhr. Bezahlt wird per PayPal. Kein Witz. Inklusive Kühlschrank und Vertrauensbasis. Was das mit Vertrauen, Digitalisierung und echter Bodenhaftung zu tun hat? Lest und staunt selbst:

Anleitung zur Landpomeranze

Seit einem Jahr lebe ich auf dem Land. Zwischen Wärmepumpe, Holzschuppen und nachbarschaftlicher Netzwerkwirtschaft habe ich gelernt: Eine zuverlässige Motorsäge ist mehr als ein Werkzeug – sie ist ein Charaktertest.

Was das mit Zusammenarbeit in Organisationen zu tun hat, warum mir keine Präsidentenpose mit Säge ins Haus kommt und weshalb Klarheit manchmal laut, stinkend und schweißtreibend ist – darüber schreibe ich in diesem Beitrag. Lesestoff für alle, die lieber arbeiten als performen – mit einem Augenzwinkern, versteht sich.

Etikette für Clara

Künstliche Intelligenz ist kein Orakel, das uns die Verantwortung abnimmt. Sie ist ein Spiegel unserer Fragen, unserer Haltung – und unserer Entscheidungen. Wer KI nutzt, um zu denken statt nur zu delegieren, gewinnt Tiefe. Wer sie als Ausrede benutzt, verliert Haltung.

Wenn der Algorithmus sich selbst füttert …

Immer mehr Inhalte im Netz stammen von Künstlicher Intelligenz – und dienen wiederum als Trainingsmaterial für eben diese Systeme. Ein geschlossener Kreislauf droht, in dem Originalität und menschliche Perspektiven verloren gehen. Wie beim Papierrecycling braucht es frische Fasern: echte Gedanken, kritische Reflexion und den Dialog zwischen Mensch und Maschine.