konstruktiver Irritierer

Kreuzzug für Ambiguität

Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Simplifizierende Weltbilder wie dieses führten im Mittelalter zu Kriegen und Kreuzzügen. Polarisierende Sichtweisen lassen heute die Fähigkeit zu echter Debattenkultur verkümmern. Polarisierungen zerstören, ambige Sichtweisen und Diskurs helfen zu neuen Erkenntnissen und differenzierten Lösungen.

Kompliziert oder komplex? Was denn nun?

Kompliziert oder komplex? Unser Sprachgebrauch ist da luschig geworden. Beide Begriffe haben Einzug in unsere alltägliche Begriffswelt gehalten, doch wir benutzen sie weitgehen undifferenziert und synonym. Doch genaue sprachliche und begriffliche Unterscheidung hilft, Fehler bei der Lösungsfindung zu vermeiden.

Die geheime Botschaft der Höhlenmaler – Abstraktion & Komplexität

Abstraktion ist die Fähigkeit, sich Dinge vorstellen zu können, die nicht unmittelbar vor unserem Auge existieren. Das Prinzip der Abstraktion ist die Analogie. Worte und Ideen entspringen der Beobachtung von Ähnlichkeiten die helfen neue Ordnungssysteme zu erfinden. Die brauchen wir, um uns in einer komplexen Welt zu orientieren.

Ambiguität – Wo Entscheiden polarisiert

Verständnislücken sind in managementkreisen unerwünscht, Informationslücken sind da schon besser: die kann man anderen in die Schuhe schieben. Bedeutung entsteht immer nur durch Dialog, Interaktion. Wir sollten uns daran erinnern, das in unsicheren Umgebungen diese bedeutsamer sind als schneidige polarisierende oder ausgrenzende Entscheidungen.

HRexit – Bloß wohin?

Warum sind Personaler nicht Macher, Treiber von Ideen, Innovatoren? Wieso werden Personaler nur als nette Dienstleister gesehen, das Geschäft wird jedoch an anderer Stelle gemacht? Was ist der Mehrwert der Personalarbeit, der über die Administration hinausgeht? Darüber wollen wir uns mit Euch und Experten unterhalten.

Neue Muster braucht die Welt

„Ich war das nicht, es waren die Anderen.“ So hören wir von Kindern, Kollegen, Verantwortlichen, der Politik. Die Unfähigkeit mit echten Problemen über den Horizont der eigenen Hutkrempe umzugehen ist schon auffällig. Wir haben die Sprache verloren als Ausdruck sinnhafter Kommunikation.

Martins Gedankenskizzen: Vorbild

Wir lieben Heldenfiguren seit Kinderzeiten. Heute wünschen wir sie uns im Alltag zurück, bessere Führungskräfte, bessere Politiker. Wenn die doch wieder Vorbilder wären. Ob es das wirklich bringt? Dazu ein paar kritische Gedankenskizzen.

γνῶθι σεαυτόν

„Erkenne Dich selbst“ lautet eine Inschrift im antiken Delphi. Zwei Auslegungen wetteifern um die Gunst der Interpreten. Da ist die Warnung vor eigener Selbstüberschätzung. Für die andere zielt die Inschrift auf Selbsterkenntnis ab. Wer um die Begrenztheit des eigenen Wissens weiß, veredelt seinen Charakter.

Die Logik der Gefühle

Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. Logische Argumente und Ableitungen sind suspekt. Strategien sind nie logisch. Je logischer sie sich lesen, um so misstrauischer sollten wir sein. Denn Entscheidungen werden nicht mit dem Kopf getroffen. Besser ist das öfter als wir wahr haben wollen.

Regel gut, alles gut?

Wer Regeln befolgt kann schon mal nichts mehr falsch machen. Doch das ist ein Trugschluss. Das gilt bestenfalls dort, wo sich alles wiederholt und Überraschungen ausgeschlossen sind. Doch wo ist das so? Bei regelhafter Steuerung sind Unternehmen nicht schlauer als ihre Regeln. Umgekehrt wäre besser.