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Blau oder Rot, das ist hier die Frage

Es gibt wie Arten von Problemen. Sie zu unterscheiden ist fundamental, denn jede Art Probleme erfordert eine bestimmte Herangehensweise, die seine Lösung eher wahrscheinlich oder unmöglich macht. Wenn man jetzt bloß immer im Vorhinein wüsste, um welche Art Problem es sich bei meinem handelt! Auf jeden Fall ist Demut vor dem Problem schon mal ein guter Anfang.

„Haste mal ne Lösung für mich?“

Früher sagte man „Geh doch nach drüben, wenn es dir hier nicht passt.“ Heute heißt es: „Sag doch, wie es besser geht!“ Beides Killerphrasen. Die vorschnelle Frage nach Lösungen weist zu oft den Weg auf Holzwege und Irrpfade. Wer nicht genau versteht, findet keine Lösung. Dazu kommt, dass der Lösungsweg mit Irrtümern gepflastert ist.

Einfach, aber bitte nicht einfältig

Vorsicht: Einfach und einfältig sind manchmal Nachbarn. Wo wir natürliche komplexe Systeme mit vereinfachenden einseitigen Denkweisen und Handlungen überziehen, freuen wir uns oft über kurzfristige Effizienzeffekte. Den Preis langfristiger Schädigung und des Verlustes an Widerstandsfähigkeit übersehen wir. Je weniger Vielfalt, desto weniger Nachhaltigkeit, um so störungsanfälliger ist ein System.

Muri, Muda, Mura und Theaterspiel

Langweilige Stücke im Theater besucht niemand. Doch hat nicht manchmal das tägliche drumrum um unsere Arbeit theaterähnliche Züge? Arbeit wird zum Theater, wenn ein den Anforderungen der Wirklichkeit nicht gerecht werdendes Arbeitssystem uns zu Rollen zwingt, die zwar systemgerecht aber immer weniger sinnvoll und wertschöpfend sind.

Wissenstransfer auf Gutsherrenart

Da hab ich mal wieder Lehrgeld bezahlt. Unglaublich, wie große Konzerne versuchen gute Ideen und Konzepte zu klauen und dabei wenig Skrupel besitzen. Leider kein Einzelfall, wie ich von vielen Kollegen weiß.

Wenn der Bock den Gärtner gibt ….

Wie wir wissen sind 80% der Männer überdurchschnittlich gute Liebhaber und Autofahrer. Behaupten sie. Dunning-Kruger-Effekt nennen wir die Tatsache, dass die meisten Menschen ihre Fähigkeiten überschätzen. Schlimmer noch: Je weniger ich von einer Sache verstehe, um so stärker ist der Grad der Selbstüberschätzung.

Irritation oder „Sturz ins eigene Heldenbild“

Wir setzen mehr Routinen ein als wir glauben. Unbewusst verfolgen wir immer wieder bekannte und bewährte Lösungsschemata. Das bemerken wir erst, wenn etwas nicht mehr klappt. So gesehen müssten wir halt öfter mal die Selbstverständlichkeiten unterbrechen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. So denken konstruktive Irritierer.

Unsicherheit als Chance

Sicherheit macht süchtig. Alles versuchen wir abzusichern, auch Entscheidungen. Obwohl es ja nichts mehr zu entscheiden gibt, wenn alles sicher ist. Der Glaube an die Macht der Anhäufung von Wissen ist beherrschend. Können überlegene Technologien wirklich alles? Reicht es, nur genug Algorithmen auf ganz viel Big Data wirken lassen um herauszufinden, was in der Welt geschehen wird?