konstruktiver Irritierer

Die Hölle, das sind die Anderen!

Mich erfüllt der Zustand einer fortschreitend gespaltenen Welt mit wachsendem Gruseln. Im kalten Krieg standen sich nur zwei waffenstarrende Weltmächte zähnefletschend gegenüber. Die spaltenden Gräben rücken heutzutage immer näher. Alles wird polarisiert: der Präsidentenwahlkampf, der Brexit, das Tempolimit, die Seenotrettung Flüchtender, Frauenquote, die Maskenpflicht, Europa, Windräder oder die sexuelle Orientierung. Polarisiert meint wirklich polarisiert, nicht „wir haben da mal eine unterschiedliche Meinung“. Die könnte ja sinnvoll sein, erkenntnisfördernd. Vorausgesetzt man hört zu, recherchiert, denkt mal nach, ist kritisch, selbstkritisch, ist offen für Neues, traut sich mal was. Ich beobachte mehr sich gegenseitig bestärkende Lagerbildung. Alle wissen alles besser, sie sind sich nur über die Details noch nicht einig. Die Lager entfremden sich, werden unversöhnlicher, kleinteiliger, grundsätzlicher.

Nichts ist, wie es scheint!

Mal wieder eine Pu-Geschichte. Wir finden das Leben oft paradox, weil es sich weigert unserer Logik zu folgen. So muss dann das Leben als Sündenbock dastehen, wobei wir besser unsere Vorstellungen von der Welt kritisch hinterfragen sollten. Vielleicht sind Eules Ideen ja doch nicht so zufällig sondern Ergebnis von viel Verstand und Erfahrung. Könnte ja sein, dass Ferkels Bild von den Fähigkeiten und Eigenschaften seiner Freunde grundlegend falsch sind und mehr über seine ängstliche zweifelnde Sicht auf die Welt aussagen als über seine Kumpel. Vielleicht ist ja alles ganz anders als wir glauben?

Ein Blick in den Spiegel – Special für beratende Berufe

Viele Selbstständige in beratenden Berufen und kleine Unternehmen kämpfen um ihr Überleben. Klassische Formate und Arbeitsweisen gehen im Moment so gut wie nicht. Krise zeigt gnadenlos Schwachstellen unserer Systeme auf, auch die des Systems Beratung in der Wirtschaft. Da ist es klug, mal einen Rückblick auf große Linien der jüngsten Beratungsgeschichte zu werfen. Nicht, weil darin Antworten liegen, sondern weil es hilft, nicht falschen Illusionen nachzulaufen. Denkwerkzeuge sind eben keine Rezepte. Erst mal müssen wir überleben. Dann braucht es neue Ideen, wie beratende Berufe in Zukunft aussehen werden. Mein Gefühl sagt mir: Anders wird es werden. Wie genau, ja wenn ich das wüsste ……

Können Banken ethisch handeln?

Wir sind immer schnell dabei, die moralische Keule zu schwingen. Meistens schleudern wir sie auf Menschen, wo wir uns der guten Ordnung halber besser auf Systeme konzentrieren sollten, die unseren moralischen Ansprüchen nicht im Selbstlauf genügen. Dazu kommt noch, dass Moral und Ethik keine baugleiche Massenware sind. Jeder muss sich die seine mühsam erarbeiten. Dann hat jeder eine eigene, leider nicht meine. Zum Kotzen, nicht wahr?

Grundrecht auf Blödsinn?

Gehört es zu den Grundrechten, Blödsinn daherreden zu dürfen? Einerseits ja! Aber eben nur einerseits. In meinem Leben und bei meinen Veranstaltungen hat Blödsinn keinen Platz. Denn einer muss die Grundrechte verteidigen, sie selbst können es leider nicht.

Martins Gedankenskizzen: Krisen sind Erneuerungsbeschleuniger

In diesen Tagen werde ich oft gefragt: Was können wir in dieser Krise tun? Die Antwort ist natürlich kein Rezept, sondern ein Denkwerkzeug. Zum Nachdenken und Handeln eben. Die Lösung kann jeder nur für sich finden. Mehr dazu siehe auch meinen Blog: Nie wussten wir so viel über unser Nicht-Wissen.  

Nie wussten wir so viel über unser Nicht-Wissen

Krise ist der Verlust von Selbstverständlichkeiten. Eine nett gemeinte Aufforderung, mich an einem Wissensnetzwerk für Unternehmer aktiv zu beteiligen hat mich nachdenken lassen. Natürlich beteilige ich mich, aber mal wieder nicht mit einem Rezept sondern mit einem Denkwerkzeug. Wo man nichts weiß, gibt es keine Rezepte. Da sind nur Werkzeuge zum Denken und Handeln angesagt.

Rollen & Diversität

Lebensrollen haben wir alle, mehrere. Man sagt, mehr als 7 Rollen könne man nicht gleichzeitig ausüben. Für jede neu hinzukommende solle man besser eine andere aufgeben. Manche Rollen finden einen, andere Rollen sucht man sich gezielt, manche kann man sich nicht aussuchen, man brockt sie sich einfach ein. Daniela Fehring interviewt mich hier zum Thema Rollen und Diversität.

Erstens Leute kommt die Pflicht! Eine Nachhilfestunde in Deutsch.

„Ich tue nur meine Pflicht“ ist ein Satz, der mein hitziges Blut zum Überkochen bringt. Bis heute hat „Pflicht“ diesen faden Beigeschmack! Denn es kommt vor, dass man etwas tun muss, was gegen die Pflicht ist! Selbst Widerstand kann zur Pflicht werden! Gedanken zu einem Kinobesuch, die Deutschstunde nach dem Roman von Siegfried Lenz.

Martins Gedankenskizzen: Wir managen alles!

Wir managen einfach alles. Die Zeit, das Leben, die Küsten und uns selbst. Sollten wir mal drüber nachdenken. Denn hinter diesem Anspruch steckt die Illusion, wir könnten das alles machen, beherrschen, unserem Willen unterwerfen. Doch das ist eine Illusion.